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Der Baderturm

Die Stadtbefestigung

Hammelburg ist eine der ältesten Siedlungen in Unterfranken. Bereist 716 wird der Ort zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Im Jahr 777 schenkte Karl der Große sein fränkisches Königsgut Hammelburg samt den umliegenden Ortschaften an das Kloster Fulda - sehr zum Ärger der Würzburger Nachbarn. Ragte der fuldische Herrschaftsanspruch doch wie ein Dorn in das würzburgische Gebiet hinein und gab wiederholt Anlass zu Zank und Streitigkeiten.

Um 1220 begann daher der fuldische Abt Conrad III. von Malcocz den Ort Hammelburg mit Mauern und Türmen zu befestigen.
In einer Klosterchronik heißt es:

Als man zählt Hundert zwanzig und ein
Ward Hammelburg ummauert mit Stein,
Unter Abt Malcocz genannt,
Im Römischen reich sehr wohl bekannt.

Erstmals urkundlich erwähnt wird die Stadtbefestigung im Jahr 1242. Wie auf alten Abbildungen zu erkennen ist, war die ganze Stadt von einer hohen Ringmauer umgeben, die mit zahlreichen Mauertürmen bewehrt war. Heute sind noch drei dieser Türme erhalten - der Baderturm ist einer davon.

Der Baderturm

befindet sich an der Nordseite der ehemaligen Stadtmauer. Er ist halbrund erbaut und nach innen offen, wobei die geschlossene Bruchsteinmauer zur Stadtaußenseite und die offene Seite Richtung Stadt zeigt. Der Baderturm hat einen inneren Durchmesser von 3,50 Meter und ist knapp 20 Meter hoch. An der Innenseite ist anhand der erhaltenen Kragsteine eine frühere Einteilung in fünf Geschosse erkennbar. Über dem Untergeschoss trugen große Kragsteine außerdem einen vorbeilaufenden Wehrgang.

Bis Mitte 2016 wurde der Baderturm saniert. Eine Aussichtsplattform ermöglicht heute einen herrlichen Ausblick auf die Stadt, die umliegende Landschaft - und auf das Museum Herrenmühle.

 

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